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Wir haben es satt – die ÖDP war mit dabei!

Unsere erste Aktion im neuen Jahr war die Unterstützung der bundesweiten Proteste für den sozial-ökologischen Umbau der Landwirtschaft bei der „Wir haben es satt“- Demo am 21.1.2023.

Unter dem Motto „Gutes Essen für alle – statt Profite für wenige!“ gingen wir für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft, für Klima-, Tier- und Umweltschutz auf die Straße.

Die Agrarpolitik der Bundesregierung und die Subventionspolitik der EU verstärken nämlich seit Jahren einen desaströsen Prozess: Nach dem fatalen Grundsatz „Wachse oder weiche“ werden bäuerliche Betriebe in den Ruin getrieben. Massentierhaltung und industrielle Produktion von Lebensmitteln wird einseitig bevorzugt. Mit negativen Folgen für Mensch, Tier und Umwelt.

 

Für Mensch und Natur, nicht gegen sie!

Wir sind überzeugt: Das geht anders und muss zügig anders werden. Wir setzen uns ein für eine Landwirtschaft, die natürliche Ressourcen nicht konsumiert, sondern nachhaltig und schonend nutzt. Wir demonstrieren für einen echten Umbau der Agrarwirtschaft: für Mensch und Natur, nicht gegen sie. Die bisherige Landwirtschaftspolitik und die Logik des EU-Subventionssystems haben zu Überschüssen und Preisverfall bei landwirtschaftlichen Produkten sowie einem fortschreitenden Höfesterben geführt. Die Landwirtschaftsbetriebe in Europa werden immer mehr in eine Abhängigkeit von Saatgut-, Futter-und Düngemittelkonzernen getrieben. Es wird immer deutlicher, dass der eingeschlagene Weg ein Irrweg ist, der schleunigst verlassen werden muss.

Mit ökologischer Landwirtschaft gegen die Klimakrise

Die Landwirtschaft kann einen entscheidenden Beitrag leisten, um den Klimawandel zu bremsen. Dazu muss sie hin zu regenerativen Systemen umgebaut werden. Nur wenn es gelingt, schädliche Treibhausgase aus der Atmosphäre zu entfernen und in der Humusschicht der Böden zu speichern, können die angestrebten Klimaziele erreicht und lebenswichtige Ressourcen erhalten bleiben.

 

Es gibt kein Grundrecht auf das tägliche Schnitzel – aber ein Recht der Tiere auf artgerechtes Leben!

Auch der Umgang mit unseren Mitgeschöpfen, den Tieren, muss sich ändern. Es gibt keine ethische Rechtfertigung, Tiere einfach zu „verbrauchen“, zu „produzieren“, gentechnisch zu verändern oder zu misshandeln. Tiere sind keine seelenlosen Waren und der Mensch hat kein Recht, ihre Arg-und Wehrlosigkeit auszunutzen. Deshalb fordern wir eine Landwirtschaft, die Tiere als Lebewesen respektvoll behandelt.

Viele Fleischprodukte kommen aus industrieller Intensiv-Tierhaltung. Deshalb sind sie so billig und deshalb essen die meisten Menschen so viel Fleisch. Hier ist ein Umdenken notwendig. Es gibt kein Grundrecht auf das tägliche Schnitzel. Aber es gibt ein Recht der Tiere auf ein artgerechtes Leben ohne unnötiges Leid.

Industrielle Intensiv-Tierhaltung...

  • ist Raubbau an der Natur, weil durch sie Landschaften zerstört und Urwälder unwiederbringlich vernichtet werden.
  • ist schädlich für die Umwelt, weil Boden und Grundwasser durch Gülle und Gifte belastet werden.
  • ist nachteilig für das Klima, weil ein erheblicher Anteil der von den Menschen verursachten schädlichen Gase (CO2, Methan, Lachgas usw.) Folge der intensiven Tierhaltung in der Landwirtschaft ist.
  • ist qualvoll für die Tiere, weil diese in engen Boxen oder Käfigen dahinvegetieren müssen. 

Wir fordern:

  • Verbot der quälerischen Massentierhaltung. Flächengebundene Nutztierhaltung unter artgemäßen und verhaltensgerechten Bedingungen
  • Verbot von gentechnischen Manipulationen zur Steigerung der Leistung oder Veränderung der Arten.
  • Schlachtviehtransporte nur vom Erzeuger zu einem nahegelegenen Schlachthof. Kein Transit von Schlachttieren durch die Bundesrepublik oder in andere Staaten.

 

Dringend notwendig: Argrarsubventioen an ökologische Standards koppeln!

Sämtliche Agrarsubventionen müssen strikt an Leistungen für den Tier-und Umweltschutz gekoppelt werden. Die regionale, gentechnikfreie Futtermittelerzeugung muss gestärkt werden. Es darf sich wirtschaftlich nicht lohnen, Futtermittel aus Südamerika zu importieren, für deren Produktion Regenwälder abgeholzt wurden, Lebensräume von indigenen Gesellschaften zerstört und schädliche Emissionen beim Transport nach Europa angefallen sind. Kurze Wege, überschaubare und damit auch kontrollierbare Produktionsketten helfen den regionalen bäuerlichen Betrieben und der Umwelt.

Der Boden ist die Grundlage für die Landwirtschaft und damit für die Ernährung der Menschen weltweit. Er ist inzwischen in vielfacher Weise durch Pestizide, Gülle und Chemikalien aus Düngemitteln belastet. Die Bodenfruchtbarkeit ist durch einseitige Bewirtschaftungsweisen gefährdet, die den Boden auslaugen, sodass das Bodenleben verarmt.

Die ÖDP ist am 21. Januar mit einem Infostand bei der Demo vertreten. Wir sind auch offizieller Unterstützer der Initiative „Wir haben es satt“ und freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen für „Gutes Essen für alle - statt Profite für wenige“ auf die Straße zu gehen!

Machen Sie mit!

ÖDP Berlin